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07.07.2020

Stadtspaziergang auf den Spuren Jerusalems

Wenn unsere Pilgerreise nach Israel in diesem Jahr schon nicht wie geplant stattfinden kann, warum dann nicht wenigstens Jerusalem in Nürnberg nachspüren? Ein Stadtspaziergang lädt uns nun dazu ein.

Bei der neuen Führung „Sehnsuchtsort Jerusalem“ begibt sich Museumsführerin Ulrike Heß mit den Teilnehmer*innen auf eine Spurensuche in Nürnbergs Altstadt.

Pilgerberichte von Jerusalemfahrern

Als Zentrum dreier Weltreligionen – Judentum, Christentum und Islam – ist die historische und religiöse Bedeutung Jerusalems einzigartig. Mit den Kreuzzügen wurde die Heilige Stadt seit dem 11. Jahrhundert gezielt der ferne Sehnsuchtsort christlichen Glaubens, Ende des 15. Jahrhunderts hatten Pilgerfahrten Hochkonjunktur. Unter den für die tiefgläubigen Menschen des Mittelalters überwältigenden Eindrücken schrieben die Pilger nach ihrer Rückkehr aus dem Heiligen Land persönliche Berichte nieder.
Einer dieser „Jerusalemfahrer“ war der Nürnberger Patrizier Hans VI. Tucher (1428-1491). Sein gedruckter Pilgerbericht wurde vielfach aufgelegt und gewissermaßen zum „Marco-Polo-Reiseführer“ des 16. Jahrhunderts für die Heilige Stadt. Daneben entstanden seit dem Mittelalter in den unzähligen Städten Europas Kreuzwegstationen. An ihnen war es auch den Gläubigen, die Jerusalem selbst nicht besuchen konnten, möglich, den Leidensweg Jesu nachzuvollziehen und dabei Buße zu tun – so auch in Nürnberg entlang Adam Krafts Kreuzweg durch die Burgschmiet- und Johannisstraße hin zum Johannisfriedhof.

Termine, Kosten und Bedingungen

Der erste Rundgang startet am Donnerstag, 16. Juli 2020, um 14.00 Uhr im Museum Tucherschloss, Hirschelgasse 9-11, verläuft über die Kirchen St. Egidien und St. Sebald und endet zwischen 15.30 und 16.00 Uhr im Stadtmuseum im Fembo-Haus, Burgstraße 15. Der Rundgang findet zudem statt an den Donnerstagen 20. August sowie 10. und 24. September, jeweils um 14.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf sechs Personen pro Führung beschränkt, Vorabreservierungen sind leider nicht möglich. Die Teilnahme kostet 3,00 Euro Führungsgebühr zuzüglich 1,50 Euro Museumseintritt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist während der Führung eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten.