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Lesen Sie hier Tag für Tag einen geistlichen Impuls.

Geistliche Impulse

Liebe Mitglieder der Gemeinden in unserem Pfarrverband,

auch wenn wir inzwischen wieder Gottesdienste an unseren Kirchorten anbieten können, möchten wir Sie dennoch weiterhin mit ein paar geistlichen Impulsen durch diese außergewöhnliche Zeit begleiten.

Auf dass wir alle im Gebet verbunden bleiben!

Herzlichst!

Ihr Pastoralteam

16. Oktober - Freitag der 28. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (Lk 12, 1-7)    

In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefährliches Gedränge gab. Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden. Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten. Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Als Impuls

Jesus sagt uns im Evangelium, dass wir unseren Vater höher einschätzen sollen als uns und höher als jeden anderen Menschen, wie mächtig dieser auch sei. Ich muss mich vor niemandem fürchten. Nur Gott, mein Vater, mein Schöpfer, mein Erlöser hat Macht über mein Leben. Warum sollte ich ihm nicht vertrauen? Er kennt mich besser, als ich mich selbst kenne. Ich bin sein Abbild. Er hat mich erwählt vor der Erschaffung der Welt und mich geformt mit seinen eigenen Händen. Ich bin kein Zufall. Er ist für mich gestorben, damit ich das Leben in Fülle habe. Er verlangt nach mir, will eins sein mit mir. Wer hat mehr für mich getan und mehr für mich gelitten? Wem bin ich wichtiger? Er wird auch Sorge tragen für mich, an jedem Tag und in jeder Situation, ob einfach oder schwierig.

Wir beten besonders:

Schon jetzt darum, dass wir in Angst und Furcht den Beistand Gottes erfahren. Und besonders für all jene, die diesen Beistand grade besonders nötig haben.

17. Oktober - Samstag der 28. Woche im Jahreskreis - Ignatius von Antiochien

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas  (Lk 12, 8-12)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.

Als Impuls

„Seid vollkommen in Glaube und Liebe zu Jesus Christus; denn das ist Anfang und Ende des Lebens. Anfang ist der Glaube, Ende die Liebe. Diese beiden, zur Einheit verbunden, sind Gott! Alles übrige, was zum rechten Leben gehört, folgt aus diesen. Keiner, der den Glauben bekennt, sündigt, und keiner, der die Liebe besitzt, hasst. Den Baum erkennt man an seinen Früchten; so werden die, welche sich zu Christus bekennen, an ihren Werken erkannt werden. Denn jetzt kommt es nicht an auf das Bekenntnis, sondern darauf, dass einer in der Kraft des Glaubens befunden wird bis ans Ende.“ (Ignatius von Antiochien)    

Wir beten besonders:  

Wir bitten, dass unsere Gemeinden in Langwasser zu einer Pfarrei zusammenwachsen können, die im Glauben ihren Anfang nimmt und sich in der Liebe vollendet.  

18. Oktober - Sonntag der 29. Woche im Jahreskreis - Kirchweihfest

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes  (Joh 10, 22-30)

In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter, und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Als Impuls

Gott ist unter uns – daran erinnern uns Kirchen, auch unsere Kirchengebäude. Wir hören in den Gottesdiensten sein Wort und er kehrt im Sakrament bei uns ein. Danken wir Gott für seine Gegenwart – in unserem Leben, aber auch dafür, dass sie immer sichtbar bleibt.

Wir beten besonders: 

Dass wir in unseren Gottesdiensten die Erfahrung machen, dem lebendigen Gott zu begegnen und dass unsere Einheit mit ihm gestärkt wird.

19. Oktober - Montag der 29. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (Lk 12, 13-21) 

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines grossen Vermögens im Überfluss lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Als Impuls

Welche Schätze lassen uns vor Gott reich sein? Wer ist vor Gott reich? Wohl derjenige, der seine Schätze nicht nur für sich selbst sammelt, sondern diese auch mit andern teilt. Wie sehr können wir auch von Gott lernen, was Selbstlosigkeit bedeutet. Ihm war selbst sein eigener Sohn nicht zu schade, um uns von unserer Blindheit zu befreien.

Wir beten besonders:  

Für uns alle, wenn wir Gefahr laufen, uns im Anhäufen von zeitlichen Schätzen zu verlieren, die wir doch einst wieder aufgeben müssen. Um Gottes Hilfe, den richtigen Weg zu finden.

20. Oktober - Dienstag der 29. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas  (Lk 12, 8-12)  

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.

Als Impuls

Jesus verspricht seinen Jüngern den größten Lohn, wenn er sie wach findet: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Jesus lädt uns ein, für immer an seinem Tisch Platz zu nehmen. Welch großer Trost für die Jünger, die bald auch die Last des Kreuzes spüren werden, doch der Herr hat ihnen mit seinen Worten und Taten genug Öl geschenkt, sodass die Lampe niemals ausgehen muss und sie das Licht an andere weiter geben können.

Wir beten besonders:

Dass wir Gottes Gegenwart auch in diesem Leben des Wartens erfahren: Im Gebet, im Gottesdienst, im Nächsten und im Dienst an ihm.