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Lesen Sie hier Tag für Tag einen geistlichen Impuls.

Geistliche Impulse

Liebe Mitglieder der Gemeinden in unserem Pfarrverband,

auch wenn wir inzwischen wieder Gottesdienste an unseren Kirchorten anbieten können, möchten wir Sie dennoch weiterhin mit ein paar geistlichen Impulsen durch diese außergewöhnliche Zeit begleiten.

Auf dass wir alle im Gebet verbunden bleiben!

Herzlichst!

Ihr Pastoralteam

2. Juni – Dienstag der 9.Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus (Mk 12) 

In jener Zeit wurden einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und dabei auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wirklich den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Da fragte er sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn.

Als Impuls  

Die Frage der Pharisäer ist eine Fangfrage: Sagt Jesus, man solle keine Steuer zahlen, dann legt er sich mit den Römern an. Sagt er, man solle Steuern zahlen, dann legt er sich mit den frommen Juden an, da auf der Münze das Bild des Kaisers ist, der sich als Gott verehren ließ. Jesus hat kein Problem mit Konflikten. Aber er hat ein Problem mit überflüssigen Konflikten, denn es geht um das Reich Gottes.

Wir beten besonders

  • um eine kluge Regierung, die sich Gott verantwortlich weiß, und:
  • um einen angemessenen Umgang mit der derzeitigen Situation,
  • um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe.

3. Juni – Hl. Karl Lwanga und Gefährten

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 5)  

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein

Als Impuls    

Karl Lwanga wurde 1865 in Uganda geboren. In der Christenverfolgung des Königs Mwanga wurden er und zwölf seiner Freunde, die mit ihm Pagen am königlichen Hof waren, lebendig verbrannt, weil sie sich den lüsternen Wünschen des Königs widersetzten. Karl war damals grade zwanzig Jahre alt. Wir sehen, dass jede Kultur nicht nur Anknüpfungspunkte für das Evangelium hat. Immer, in jeder Kultur und Gesellschaft, findet das Evangelium Anknüpfungspunkte und Widerstrebendes vor.  Karl erinnert uns daran, dass es wichtig ist, beides zu unterscheiden und sich dafür einzusetzen, dass eine Gesellschaft umkehr und sich bekehrt, wo es nötig ist. Dafür starb er.     

Wir beten besonders

  • um ein bereitwilliges Zeugnis für Christus, auch bei Widerständen,
  • um einen gesellschaftlichen Ausgleich angesichts der Belastungen der gegenwärtigen Krise,
  • um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe.

4. Juni – Donnerstag der 9. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 21)  

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Als Impuls 

Gott hat uns geschaffen – unser Dasein ist ein Beweis dafür, dass er uns will und liebt. Haben wir jemals darüber nachgedacht, was er an uns (besonders) liebt? Wer wir für Gott sind? Die Frage ist noch kein Hochmut. Woran bemerken wir die Liebe Gottes im Alltag? Lassen wir die Überzeugung von seiner Liebe zu uns wachsen. Dann wird auch unsere Liebe zu ihm wachsen und wir bereiten uns darauf, seine Liebe an die weiterzugeben, die Gott genauso liebt wie uns.

Wir beten besonders

  • dass der Heilige Geist alle Tage des Jahres bei uns wirksam bleibt,
  • dass unsere Familien trotz aller Anforderungen dieser Tage Gottes Segen erfahren,
  • um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe.

Die geistlichen Impulse können Sie bei Pfarrvikar Dr. Karsten Junk per E-Mail bestellen: kjunk(at)bistum-eichstaett(dot)de