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Lesen Sie hier Tag für Tag einen geistlichen Impuls.

Geistliche Impulse

Liebe Mitglieder der Gemeinden in unserem Pfarrverband,

auch wenn wir inzwischen wieder Gottesdienste an unseren Kirchorten anbieten können, möchten wir Sie dennoch weiterhin mit ein paar geistlichen Impulsen durch diese außergewöhnliche Zeit begleiten.

Auf dass wir alle im Gebet verbunden bleiben!

Herzlichst!

Ihr Pastoralteam

12. August - Mittwoch der 19. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (18,15-20)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Als Impuls

Wie leicht reden wir über andere oder hinter ihrem Rücken, wenn sie etwas falsch gemacht haben, statt es ihnen ehrlich unter vier Augen zu sagen? Dabei geht es nicht darum, ständig Kritik zu üben und das Verhalten des anderen zu beurteilen. Wenn ich das aus Sorge um den anderen oder die Gemeinschaft tue, in einer guten, liebevollen Art, kann es ein Zeichen von Nächstenliebe sein. Es braucht auf jeden Fall viel Mut, Liebe und Einfühlungsvermögen und manchmal Geduld.

Und das wünschen wir uns doch auch von anderen, dass sie ehrlich zu uns sind und Geduld mit unseren Fehlern und Schwächen haben.

Wir beten besonders:
- um den Mut, Unrecht anzusprechen

- um Ehrlichkeit im Umgang miteinander

- dass wir uns gerne in deinem Namen versammeln

- um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe (vgl. Gottesdienstordnung)

13. August - Donnerstag der 19. Woche im Jahreskreis

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt18,21-19,1)

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Das fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgt ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab er ihn den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von Herzen vergibt. Als Jesus diese Rede beendet hatte, verließ er Galiläa und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.

Als Impuls

Das kennen wir doch auch, dass wir mit zweierlei Maß messen. Einem anderen zu vergeben, fällt uns besonders schwer, wenn dieser uns sehr tief verletzt hat oder je mehr wir darunter gelitten haben. Manchmal braucht es dann Geduld, bis es uns gelingt, dem anderen zu verzeihen. Das geht nicht immer beim ersten Mal.

Wo Vergebung gelebt wird und Versöhnung gelingt, kann ein neues Miteinander entstehen, muss ich dem anderen nichts mehr nachtragen, kann ich selbst wieder frei aufatmen.

Gott freut sich über jeden, der umkehrt. Seine Barmherzigkeit müssen wir uns nicht verdienen, sie ist ein großes Geschenk.

Wir beten besonders:

- dass wir nicht nachtragend sind

- um Wege zueinander, wo es Menschen und Völkern schwerfällt, einander zu vergeben

- um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe (vgl. Gottesdienstordnung)

14. August - Freitag der 19. Woche im Jahreskreis - Hl. Maximilian Maria Kolbe

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 15,9-17)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.

Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

 

Als Impuls

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt – so hören wir heute im Evangelium Jesus zu seinen Jüngern sagen.

Am 14. August 1941 starb der Patron unserer Kirche Sankt Maximilian Kolbe. Aus Liebe gab Maximilian Kolbe sein Leben für einen anderen hin.

In Polen hatte er mit einigen Mitbrüdern eine eigene Pressestadt gegründet. Mit Zeitschriften, Zeitungen und einem eigenen Rundfunksender wollte er die Botschaft des Evangeliums in die Herzen der Menschen hineintragen und den Glauben stärken. Nach der Besetzung durch die Deutschen (1939) wurde er in das Konzentrationslager Oranienburg und später nach Auschwitz gebracht. Hier opferte er freiwillig sein Leben in Stellvertretung für einen jungen Familienvater. Er ließ sich für diesen in den Hungerbunker sperren. Dort hörte man ihn vor seinem Tod tagelang singen und beten.

 „Zur Liebe kann man niemanden zwingen. Nur Liebe selbst weckt Gegenliebe.“ (Maximilian Kolbe)

Wir beten besonders:
- um ein Herz voll Liebe, das auch bereit ist, Opfer zu bringen

- dass wir aus Liebe mutig und entschlossen für unsere Mitmenschen eintreten

- für die Gemeinde Sankt Maximilian Kolbe, dass sie nicht vergisst, auf welchem Grund ihre Kirche gebaut ist

- für die Opfer der Kriege und Vernichtungslager

- um das ewige Leben für unsere Verstorbenen und in den Anliegen der heutigen Messe (vgl. Gottesdienstordnung)